Bürgergartenviertel

Das Bürgergartenviertel ist südlich der Altstadt in unmittelbarer Nähe zur Innenstadt gelegen. Die zahlreichen Villen, gepflasterte Straßen und Alleen erinnern heute daran. warum das Viertel die gut Betuchten ansprach.

Namensgebend ist eine Parkanlage namens Bürgergarten, für die der Grundstein schon im Jahre 1764 gelegt wurde. Damals hat jemand beim Naumburger Stadtrat einen ersten Antrag auf die Urbanisierung des Ackers am Galgenberg eingereicht, sicher in schönstem Sütterlin.

Große Grundstücke waren angesagt, ein eigener Garten war im auslaufenden 18. Jahrhundert nicht zuletzt Ausdruck eines gewissen Status. Gediegenen Luxus und abgegrenzte Privatheit sollte das Viertel am Bürgergarten nach Willen der damaligen Ratsherren ausdrücken. Hier sollten Richter und Anwälte, Kommandeure und Offiziere ihr Vermögen in imposante Bauten stecken und in der parkähnlicher Umgebung das aufstrebende Bürgertum repräsentieren, wie in vielen größeren deutschen Städten der damaligen Zeit. Und das haben sie dann auch getan: In den Straßen des Viertels findet man noch heute spätklassizistische Statuen, Landhausstil und Fachwerk, neobarocke Türmchen und Zinnen, Jugendstil mengt sich mit der wilhelminischen Gründerzeit. Dem historischen Wert der Siedlung wurde man sich von erst sehr viel später bewusst. In der Zeit beider Weltkriege und später der kommunistischen Herrschaft ging der Glanz, zurückhaltend gesagt, etwas verloren. Heute kann das Viertel durchaus wieder an seine Blütezeit des 19. Jahrhunderts anknüpfen. 

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