24.11.2022

Sachsen erhöht Steuer auf Grunderwerb

Erhöhung der Grundwerbsteuer im Freistaat Sachsen

Sachsen erhöht die Grunderwerbsteuer von bisher 3,50 % auf 5,50 %. Dies ist eine Erhöhung von 57 %. Im Juni 2022, im beschaulichen Radebeul, wenige Minuten mit der Limousine vom Sächsischen Landtag aus zu erreichen, hat die Sächsische Regierung (CDU, SPD und Grüne) beschlossen, die Grunderwerbsteuer in Sachsen zu erhöhen. Die drastisch erhöhte Grunderwerbsteuer soll voraussichtlich ab 01.01.2023 gelten; nachlesen kann man das allerdings Stand heute noch nicht. So bleibt auch eine Unsicherheit, ab wann das jetzt gelten soll. Am wahrscheinlichsten kommt die Erhöhung aber per 1. 1. 2023.

Höhe der Steuer Ländersache

Die Grunderwerbsteuer beträgt grundsätzlich 3,5 Prozent der Bemessungsgrundlage. Sie kann jedoch in den einzelnen Bundesländern abweichend festgesetzt werden. Im Freistaat Sachsen wurde von dieser Option im Gegensatz zu vielen anderen Bundesländern bisher kein Gebrauch gemacht. Das ist jetzt also vorbei.

Entstehung der Steuer

Die Grunderwerbsteuer entsteht mit dem Abschluss des rechtswirksamen Kaufvertrages. Die Übergabe des Grundstücks, die Grundbucheintragung und auch die Kaufpreiszahlung haben keinen Einfluss auf die Entstehung der Steuer.

Ab wann muß mehr bezahlt werden?

In der Vergangenheit war es in der Regel so, dass der Abschluss eines Kaufvertrages in dem Zeitraum, in dem noch der niedrigere Grunderwerbsteuersatz galt, dazu führte, dass dieser Grunderwerbsteuersatz auch für diesen Vertrag zur Anwendung kam. Wir gehen davon aus, dass der Abschluss eines Kaufvertrages, der noch bis zum 31. Dezember 2022 abgeschlossen wird, dazu führt, dass der Steuersatz von 3,5 % zur Anwendung kommt. 

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